Ganze 60 Hörstationen errichtete die Stadt Olten für ihre Literaten, was viel Einsatz bedeutete. Nur traten diese Stationen unauffällig in Erscheinung, gleichermassen unauffällig wie der Webseiten-Name, welchen man hierzu gewählt hatte:
www.oltenliteratourstadt.ch
Die Namen «Literatourstadt» oder «Literatour» mit schweizerischer Domainendung hatte sich schon jemand vor mir schnappen können. Ich finde, dass dieses schöne Wortspiel, «Kultour» statt «Kultur», ausgezeichnet glückt. Auch sehe ich, dass viele Touristiker mit vergleichbaren Unternehmensnamen punkten.
Daraufhin habe ich spontan die Domäne «literatour.net» reserviert. Dadurch stöberte ich auch «Literatournetz» – oder noch schöner – «die nette «Literatour» auf. Eine vergebliche Müh, nun auch noch den Namen literatour.ch zu besitzen.
Meine Anfrage
«Ist es eine Illusion anzunehmen, jemand würde aktiv auf mich zukommen, um die Ideen in dieser Form gemeinsam weiterzuentwickeln?»
Die Vermarktung einfacher Namen gestaltet sich deutlich einfacher. Obwohl das Internet auch komplizierte Adressen verarbeiten kann, basiert eine erfolgreiche Kommunikation letztlich nicht auf der alleinigen Hilfe von Google, sondern auf dem Merkwert und der Eingängigkeit des Namens.
Als Reisejournalist habe ich in Erwägung gezogen, damit meinen Lebensunterhalt zu finanzieren. Doch hat mich die Realität längst eingeholt. Ich generiere niemals gesicherte Budgets, während woanders immense Geldbeträge an fragwürdige Akteure fließen. Lediglich, weil besagte Akteure über unzählige Follower verfügen.
Überdies beherrschen Touristiker immer weniger das Handwerk, lokale Ressourcen zu bündeln und eine Marke aufzubauen.

