Die magische Villa Fogazzaro Roi in Oria

Wer am Ufer des tiefblauen Ceresio (dem Luganer See) entlangfährt, ahnt oft nicht, welche literarischen Schätze sich in den kleinen, verschlafenen Steindörfern der Valsolda verbergen. Eines dieser Juwelen ist Oria, ein winziger Ort direkt an der italienisch-schweizerischen Grenze. Hier schmiegt sich ein Haus an den Fels, das wie kaum ein anderes die Seele der italienischen Spätromantik atmet: die Villa Fogazzaro Roi.

An diesem verwunschenen Ort verbrachte der große italienische Schriftsteller Antonio Fogazzaro (1842–1911) weite Teile seines Lebens. Die Villa war für ihn kein bloßer Rückzugsort, sondern die intimste Quelle seiner Inspiration.

Der Schriftsteller und sein Zufluchtsort am See

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Antonio Fogazzaro, einer der bedeutendsten Vertreter des italienischen Realismus (Verismo) und der späten Romantik, wuchs in Vicenza auf, verlor sein Herz jedoch schon früh an die wilde, melancholische Schönheit des Luganersees. Die Villa in Oria stammte mütterlicherseits aus dem Besitz seiner Familie.

Hier, im sanften Plätschern des Wassers und im Schatten der steilen Berghänge, fand Fogazzaro die Ruhe, um seine tiefgründigen Romane zu verfassen. Seine Werke sind geprägt vom inneren Konflikt zwischen religiösem Glauben und wissenschaftlichem Fortschritt (er war ein früher Anhänger der Evolutionstheorie Darwins in Italien), sowie von leidenschaftlicher, oft unerreichbarer Liebe.

Dieses tiefe Gefühl der Sehnsucht spürt man bis heute, wenn man auf den schmalen Terrassen der Villa steht und den Blick über den glitzernden See schweifen lässt:

Weit weg vom Trubel der Welt lässt sich hier die Seele baumeln:


Das Meisterwerk: „Piccolo mondo antico“


Es ist unmöglich, die Villa Fogazzaro Roi zu besuchen, ohne an sein berühmtestes Werk zu denken: „Piccolo mondo antico“ (dt. Kleine altmodische Welt), veröffentlicht im Jahr 1895. Der Roman spielt vor dem Hintergrund des italienischen Risorgimento (den Unabhängigkeitskriegen gegen Österreich) genau hier, in den engen Gassen von Oria und in den Zimmern dieser Villa.


Die Figuren des Buches erwachen beim Rundgang förmlich zum Leben. Es ist, als hätte Franco Maironi, der sensible und tiefgläubige Protagonist des Romans, gerade erst das Zimmer verlassen.


Ein Rundgang durch ein lebendiges Museum


Dass die Villa heute in diesem makellosen, bewohnten Zustand besichtigt werden kann, verdanken wir dem Urenkel des Dichters, dem Marquis Giuseppe Roi. Er bewahrte das Erbe seines Urgroßvaters mit unendlicher Liebe zum Detail und vermachte das Haus schließlich dem FAI (Fondo Ambiente Italiano), der die Villa heute als lebendiges Museum führt.

Schon beim Betreten des Hauses umfängt einen der Duft von altem Holz, Wachs und getrockneten Blumen. Jedes Zimmer erzählt eine eigene Geschichte.

Der Duft von Zitronen und alte Handschriften


Der Rundgang beginnt oft im intimen Innenhof der Villa, wo ein prächtiger Zitronenbaum im Terrakottatopf gedeiht und die Guides des FAI die Besucher mit Anekdoten und originalen Notizen des Autors in die Vergangenheit entführen.


Das Musikzimmer und der Salon


Das Herzstück des Hauses ist das Musikzimmer. Hier steht noch immer das originale Tafelklavier, auf dem einst gespielt wurde, umgeben von vergilbten Notenblättern, alten Familienfotografien und den Kerzenständern, die abends ein warmes Licht auf die Tasten warfen.


Die Wohnräume sind mit edlen, dunklen Holzmöbeln ausgestattet, deren Schränke mit kunstvollen, gemusterten Stoffbespannungen versehen sind – ein typisches Zeugnis des bürgerlichen Geschmacks des späten 19. Jahrhunderts.


Die privaten Gemächer

Im Schlafzimmer des Dichters fühlt man sich vollends als Gast einer längst vergangenen Epoche. Das filigrane Bett mit seiner floralen Decke und die religiösen Bilder an den Wänden zeugen von Fogazzaros tiefer, oft von Zweifeln geplagter Spiritualität.


Ein Ort zum Verweilen


Nachdem man durch die geschichtsträchtigen Räume gewandelt ist, zieht es jeden Besucher unweigerlich nach draußen. Die hängenden Gärten und kleinen Balkone der Villa bieten intime Rückzugsorte, die perfekt geeignet sind, um in einem der Romane Fogazzaros zu blättern oder einfach den sanften Wind zu spüren, der vom See heraufweht.


Die Villa Fogazzaro Roi ist ein Ort, an dem die Zeit im Jahr 1900 stehen geblieben zu sein scheint – getragen vom sanften Rauschen des Sees, dem Duft der Valsolda und dem unvergänglichen Geist eines großen Literaten. Wer den Luganer See von seiner romantischsten und stillsten Seite kennenlernen möchte, für den ist dieser magische Ort in Oria ein absolutes Muss.

zur Website der Villa Fogazzaro

Auf der Suche nach den Gesetzen des Glücks

Was passiert, wenn man das vertraute Paradies verlässt, um in einer fremden Stadt das Glück neu zu definieren? In seinem neuesten Werk wagt der Bestsellerautor Stefan Maiwald einen Selbstversuch in der vibrierenden Kaffee-Metropole Triest. Es ist eine literarische Reportage über die Kunst der „Anderszeit“, die Geheimnisse der italianità und die Frage, warum ein einfacher Espresso im Stehen manchmal die Welt klären kann.

Reisen bedeutet oft, eine Auszeit zu suchen – doch Maiwald plädiert für die Anderszeit. Er nimmt uns mit von seiner vertrauten Wahlheimat Grado hinein in die prachtvollen Paläste und traditionsreichen Kaffeehäuser von Triest. Zwischen literarischem Erbe und dem modernen Alltag der Hafenstadt erforscht er, wie ein kleiner Perspektivenwechsel ausreicht, um das Leben klarer zu sehen und „Zeitdiebe“ zu entlarven. Für mich mit den Webauftritten Cafe.reisen sowie Kaffee.reisen ist diese Erzählung mehr als nur ein Reisebericht; es ist eine Hommage an die Kaffeekultur als Spiegel der menschlichen Seele.

Der Autor stellt sich dabei der Frage, ob die Glücksprinzipien auch in einem völlig neuen Umfeld bestehen. Er zieht für einige Wochen nach Triest – eine Stadt, die durch ihre Mischung aus italienischem Flair und österreichisch-ungarischer Geschichte eine ganz eigene Faszination ausübt. Statt das Leben komplett umzukrempeln, zeigt er, dass ein temporärer Ortswechsel hilft, die Routine zu durchbrechen und eine neue Grundzufriedenheit zu finden. Glück bedeutet hier oft das Weglassen von Dingen, die belasten, und das bewusste Erleben der „kleinen Komödien des Alltags“.

Besonders spannend für alle Kaffeeliebhaber sind die Einblicke in die italienische Bar-Etikette – vom „Nero“ (dem typischen Triestiner Espresso) bis hin zum richtigen „Capo“. Das Buch zeigt auf charmante Weise, wie das Café zum Ort der Begegnung und der Inspiration wird.

Unter Café leben habe ich auf Cafereisen das Leben in einem Café betrachtet. 

Ich bin gespannt, welche Eindrücke mir das Buch noch bietet

Hier geht’s zur Presseinformation:

Ich habe dieses Buch gelesen. Es spielt in Triest, der wahren Hauptstadt des Kaffees. Einst ist  Triest Zentrum des Kaffeehandels gewesen. Der Weg über das Meer günstig, so hat sich der Hafen rasch rentiert. Die Habsburger investierten in eine Freihandelszone. Stefan Maiwald ist jeden Tag ins Antico Caffè San Marco gegangen. Ein Ort, wo viele Schriftsteller, insbesondere Claudio Magris ihre Bücher verfasst haben. Das Buch hat mir gut gefallen. Einerseits habe ich viel zur italienischen Lebensart gelernt, andererseits auch meine Einstellung zum Leben hinterfragen können.

Ständige Reise – Das Leben von Rainer Maria Rilke

Für einen der bedeutendsten Lyriker der Moderne war das Leben eine einzige, unaufhörliche Reise. Rainer Maria Rilke (1875–1926) hatte kein festes Zuhause, sondern nur temporäre Quartiere.

Der Prototyp des reisenden Geistes war Rilke. Denn sein Schaffen war untrennbar mit den Orten verbunden, an denen er verweilte. Wer seine Werke wirklich nachempfinden oder gar erleben möchte, muss ihm folgen: von den urbanen Zentren Europas bis zu seinem letzten, unscheinbaren Rückzugsort im Schweizer Wallis.

Europa als Werkstatt der Poesie

Rilkes biografische Landkarte stellt ein faszinierendes Gewebe aus Metropolen dar, deren Spuren sich in seinem Werk niederschlugen. Der in Prag geborene Dichter durchstreifte Europa auf der Suche nach Inspiration und innerer Einkehr. Wien und Berlin dienten ihm als akademische und literarische Stationen seiner frühen Jahre.

Paris wurde zu seiner Schule der Moderne. Als Sekretär von Auguste Rodin und Verfasser der «Aufzeichnungen des Malte Laurids Brigge» lernte er die Großstadt in ihrer Schönheit und ihrem Schrecken kennen. Paris inspirierte seine tiefgründige Auseinandersetzung mit der Existenz, der Urbanisierung, der Einsamkeit und dem Tod.

Das Leben dieses ewigen Wanderers hat der Sender Arte eindrucksvoll dokumentiert. Um sich auf die Spuren Rilkes zu begeben, bietet diese Dokumentation eine hervorragende erste Orientierung:

Die Stille des Wallis: Das Wunder von Muzot

In der Abgeschiedenheit des Kanton Wallis fand Rilke nach Jahren des unsteten Wanderns seinen letzten und produktivsten Zuflucht. Ab 1921 lebte er im Château de Muzot bei Sierre. Die Schweizer Bergwelt vermöchte ihm jene Klarheit und Ruhe zu vermitteln, die er zur Vollendung seiner letzten gewichtigen Schöpfungen benötigte.

Hier gelang ihm innerhalb weniger Wochen der berühmte «schöpferische Fluss», die Fertigstellung der «Duineser Elegien» und der «Sonette an Orpheus» – sein letztes großes Werk. Sein Leben endete am 29. Dezember 1926 an den Folgen von Leukämie in einem Sanatorium bei Montreux amGenfersee.

Die letzte Ruhestätte: Raron als Geheimtipp

Rilkes Wunsch war es, in der Nähe seines letzten Wohnortes beigesetzt zu werden. So fand er seine letzte Ruhe auf dem Bergfriedhof im kleinen Dorf Raron im Wallis. Hoch über dem Tal, neben der Burgkirche St. Romanus, liegt sein schlichtes Grab. Es ist ein Andenken an seine Elegien, die er im Wallis zügig niedergeschrieben hatte. 

Auch seine Gedichtszeilen „Ich lebe mein Leben in wachsenden Ringen“ setzen sich in einer musikalischen Vertonung frei, die auch ich hinsichtlich einer Auseinandersetzung mit Lebensfragen wiedergab. Dieses Lied habe ich während meines Besuchs in Raron an Rilkes Grab singen dürfen:

Tatsächlich hat sich Raron auch mir gegenüber als Geheimtipp ergeben und als wundervoller Ort, um die meditative Stimmung von Rilkes späten Werken einzufangen. Der Grabstein trägt den selbst verfassten, weltberühmten Grabspruch, den wohl jeder Besucher andächtig liest:

Rose, oh reiner Widerspruch, Lust, Niemandes Schlaf zu sein unter soviel Lidern.

An einem sonnigen Tag habe ich das Wallis besucht und ein paar Eindrücke mitgenommen. Die wunderbare Landschaft und Gespräche über den Dichter sind sehr bereichernd.

Rainer Maria Rilkes Spurensuche findet sich auch in den grossen Metropolen. Noch heute werden dort seine Gedanken und Werke zitiert. Aber das unscheinbare Dorf Raron im Wallis ist ein Ankerplatz für die Gedanken. Öfters als gedacht, lohnt es sich, jene kleine Orte zu entdecken, die mit Poeten in Verbindung stehen.
Für wahr eröffnet solches Reisen literarische Erfahrungen!

Auf literarischen Spuren – Hermann Hesse und Calw

Die idyllische Stadt Calw im nördlichen Schwarzwald hat sich ihrem berühmtesten Sohn voll und ganz verschrieben: Hermann Hesse. Der Literaturnobelpreisträger von 1946, bekannt für Werke wie Demian, Der Steppenwolf und Siddhartha, wurde hier 1877 geboren und verbrachte seine Kindheit in der engen Altstadt, deren Fachwerkhäuser und Gassen bis heute einen besonderen Zauber ausstrahlen.

Ein historischer Streifzug durch Calw führt unweigerlich zu zahlreichen Stationen aus Hesses Leben. Das Geburtshaus in der Altburger Straße etwa ist Teil des Hermann-Hesse-Museums, das jedoch bei meinem letzten Besuch gerade umfangreich renoviert wurde – was dem Erlebnis jedoch keinen Abbruch tat. Denn Hesse ist allgegenwärtig in Calw: Infotafeln, Zitate und Kunstinstallationen begleiten einen durch die Stadt. In der Fußgängerzone begegnet man der Bronzeplastik des Dichters, in Cafés blättert man ganz selbstverständlich durch seine Bücher, und selbst die Stadtführungen sind oft nach Hesse benannt.

Ein literarisches Highlight ist der Gerbersauer Lesesommer, benannt nach Hesses fiktivem Ort „Gerbersau“, der deutlich an Calw erinnert. In stimmungsvollen Lesungen – oft musikalisch umrahmt – werden Hesses Texte lebendig. Die Atmosphäre reicht dabei von lauschig-romantisch bis nachdenklich-modern. Gerade weil sein Stil so zeitlos ist: introspektiv, tiefgründig, von spiritueller Suche geprägt, dabei oft kritisch gegenüber Gesellschaft und Konventionen – bleibt Hesse auch heute aktuell.

Calw gelingt es, das literarische Erbe nicht museal zu verstecken, sondern es als Teil des alltäglichen Stadtlebens zu feiern. Wer Hesse begegnen möchte – in Gedanken oder beim Spaziergang – wird in hier in Calw fündig. Literatur wird hier nicht nur bewahrt, sondern wirklich gelebt. Ein Ort für all jene, die dem Zauber von Sprache, Geschichte und schwarzwälderischer Poesie nachspüren möchten.

Ich habe mich in Calw wohlgefühlt und in der Gastwirtschaft Zum Alten Calwer gut gegessen. Calw bietet mit Hermann Hesse einen wunderbaren Anreiz, den Ort zu erleben.

Eine sehr schöne Tourismus Information mit freundlicher Beratung befindet sich im Rathaus gegenüber des Geburtshauses von Hermann Hesse.

Tourist-Information
Badstraße 1
D-75365 Calw

+49 7051 167333
tourismus@calw.de 

Webseite Calw Tourismus

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Literatur zwischen Kulturen mit Humor

An den Literaturtagen in Solothurn trafen zwei profilierte Stimmen der Literaturvermittlung aufeinander: Alida Bremer, die sich seit vielen Jahren für die Literatur Südosteuropas – besonders Kroatiens – stark macht, und Hartmut Fähndrich, der als Übersetzer arabischer Werke eine unverzichtbare Brücke in die Kulturen Nordafrikas und des Nahen Ostens schlägt.

In ihrer unterhaltsamen Diskussion wurde deutlich: Literatur ist mehr als Sprache – sie ist ein Fenster in die Seele eines Volkes. Wie sieht sich ein Land selbst? Welche Themen bewegen es? Politik, Identität und Sexualität wurden ebenso angesprochen wie die oft unterschätzte Kraft des Humors in der Literatur.

Beide betonten die Bedeutung des Mittelmeerraums als gemeinsamen kulturellen Raum. Trotz aller Gegensätze gibt es verbindende Erzählungen, die über die Jahrhunderte hinweg ähnliche Fragen stellen: nach Herkunft, Heimat, Macht und Menschlichkeit.

Es war eine lebendige und kluge Veranstaltung mit viel Tiefgang, pointiertem Witz und einer souveränen Moderation – ein Highlight der Solothurner Literaturtage, das zeigte, wie Literatur Brücken schlagen kann.

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Lesung mit einem Investigativ Journalisten


Am 14. Mai 2025 fand in der Bibliothek der OST – Ostschweizer Fachhochschule St. Gallen eine besondere Lesung statt. Dazu eingeladen war der niederländische Journalist und Autor Olivier van Beemen, der in seinem aktuellen Buch das komplexe Verhältnis zwischen Naturschutz, Tourismus und lokaler Bevölkerung in Afrika beleuchtet.

Die Bibliothek der Hochschule ist öffentlich zugänglich und engagiert sich für einen offenen Dialog. Mit der Einladung van Beemens bewies das Team erneut ein feines Gespür für relevante Themen. Moderiert wurde der Abend von Journalist Michael Breu, der mit fundierten Fragen zur Vertiefung beitrug.
Im Vorfeld war folgender Artikel erschienen.

Van Beemen erörterte zentrale Passagen seines Buches und vermittelte dabei einen tiefen Einblick in seine journalistische Arbeit. Er sprach über seine Recherchen, seine Begegnungen mit Rangern, Einheimischen und internationalen Organisationen. Im Fokus stand besonders African Parks, ein Projekt, das international viel Anerkennung erhält, nicht zuletzt durch prominente Unterstützer wie Prinz Harry oder Taylor Swift.

Doch van Beemen hinterfragte auch: Wie nachhaltig ist dieses Engagement wirklich? Wer profitiert? Und warum hören wir direkt aus Afrika so selten gute Nachrichten? In der angeregten Diskussion mit dem Publikum wurden genau diese Fragen aufgegriffen. Es wurde deutlich, dass Naturschutz nicht ohne Einbindung der lokalen Bevölkerung funktionieren kann und deren Wissen oft unterschätzt wird.

African Parks selbst präsentiert sich in der Öffentlichkeit eher zurückhaltend und richtet sich vor allem an ein wohlhabendes, westliches Spenderpublikum. Auch diese Kommunikationsstrategie wurde kritisch betrachtet.

Zum Abschluss signierte Olivier van Beemen sein Buch, ein schöner Ausklang eines Abends, der zum Weiterdenken einlädt.

Weitere Informationen zu African Parks finden sich auf Bigfive.reisen.


Olivier van Beemen «Im Namen der Tiere»
erschienen im Beck Verlag
ISBN 978 3 406 82207 0


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Geburtshaus von Bertolt Brecht

Bertolt Brecht gilt als einer der bedeutendsten deutschen Dramatiker des 20. Jahrhunderts. Sein Geburtshaus befindet sich malerisch im Augsburger Lechviertel.  Das historische Handwerkerhaus, wurde 1985 als Museum eröffnet, bietet seither Einblicke in Brechts Kindheit und Jugend und versucht seine Gedanken aufzugreifen und zum Nachdenken zu bewegen.

Die Installationen sind gut durchdacht, und die Besucher können hier Werke von Betrolt Brecht lesen oder erwerben. 

Jährlich ehrt die Stadt Augsburg ihren berühmten Sohn mit den Bertolt-Brecht-Festspielen. Dieses mehrtägige Festival bietet Lesungen, Konzerte, Theateraufführungen und Workshops, die sich mit Brechts Leben, seiner Ästhetik und seinem Werk auseinandersetzen. Das Festival zieht Künstler, Experten und Brecht-Enthusiasten aus aller Welt an und beleuchtet dabei Themen, die auch heute noch von erheblicher Relevanz sind.

brechtfestival.de

Brecht setzte sich zeitlebens für Frieden und soziale Gerechtigkeit ein. Seine Werke reflektieren gesellschaftliche Missstände und fordern zum kritischen Nachdenken auf. Angesichts aktueller globaler Herausforderungen könnten seine Gedanken und Ansätze der heutigen Politik wertvolle Impulse setzen; insbesondere hinsichtlich des Strebens nach einer gerechteren Weltordnung.

Augsburg selbst war einst ein Zentrum der Textilindustrie. In dieser damaligen Industriestadt erlebte auch Brecht die sozialen Ungerechtigkeiten gegenüber Arbeitern hautnah mit. Diese Erfahrungen prägten sein späteres Schaffen. Ein Besuch im Staatlichen Textil- und Industriemuseum (tim) bietet tiefe Einblicke in diese Epoche und zeigt die Entwicklung der Textilproduktion sowie die damit verbundenen Arbeitsbedingungen auf.

Einflussreich in Augsburgs Geschichte sind auch die Fugger, eine der bedeutendsten Kaufmannsfamilien der Renaissance. Ihre Rolle als Philanthropen und die Auswirkungen ihres Handelns auf die Gesellschaft werfen Fragen auf, ob solche Modelle wirklich die beste Lösung gegen soziale Ungleichheiten darstellen.
In diesem Sinne ein Lied von mir;

Brechthaus Augsburg
Auf dem Rain 7
D-86152 Augsburg

 +49 821 4540815
tourismus@augsburg-regio.de
brechthaus-augsburg

Öffnungszeiten:
Dienstag bis Sonntag: 10:00 – 17:00 Uhr

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Friedrich Schiller – hoch honoriert

Friedrich Schiller führte ein bewegtes Leben. Nicht zuletzt als Flüchtling, da seine Literatur als zu kritisierend und unbequem galt. In Weimar fand er schließlich seine Heimat und ein Umfeld, das ihn förderte. Das Schillerhaus, sein damaliges Wohnhaus, ist heute ein Museum, das Einblick in seine Lebensumstände gewährt. Möbel, Gemälde und persönliche Gegenstände lassen die Besucher in die Zeit des großen Dichters und Dramatikers eintauchen.

Neben dem Einblick in Schillers Alltag wird im Schillerhaus, in dem er lebte, auch seiner Schaffenskraft gewürdigt. Hier entstanden viele seiner berühmten Werke, die heute zu den Klassikern der deutschen Literatur zählen. Besonders eindrucksvoll ist auch der historische Kontext des Hauses, denn damals galt es als wahre Kostbarkeit, das sich damals nur äusserst wohlhabende Menschen leisten konnten. Der Kaufpreis entsprach dem 200-fachen eines damals gewöhnlichen Arbeiterlohns. Schiller musste dafür einen Kredit aufnehmen, doch seine Popularität und sein Verdienst entsprachen dem Status eines heutigen Superstars. Schon damals zeigte sich, dass Ruhm sehr hoch honoriert wird.

Mich persönlich hat das Schillerhaus sehr beeindruckt. Besonders fesselnd; im Neubau finden regelmäßig attraktive Sonderausstellungen statt, die Schillers Erbe lebendig halten. Weimar ist eine Stadt, die sich zu Fuß leicht erkunden lässt, und das Schillerhaus liegt inmitten vieler weiterer Sehenswürdigkeiten.

Wer sich für Literatur, Geschichte und das Leben eines der bedeutendsten deutschen Dichter interessiert, sollte das Schillerhaus unbedingt besuchen.

Schillerhaus Weimar
Schillerstraße 12
D-99423 Weimar

Webseite zum Schillerhaus

In Weimar Literatur atmen


Weimar, die Stadt von Schiller und Goethe, lädt jeden Besucher dazu ein, Geschichte und Literatur auf Schritt und Tritt zu erleben. Die ehrwürdigen Gebäude, klassische Architektur und das literarische Erbe verleihen Weimar einen einzigartigen Charakter für Literaturfreunde. Hier scheint es, als ob einem die Klassiker bei jedem Spaziergang förmlich begegnen.

Besonders laden hier auch viele kleine Buchhandlungen und gemütliche Cafés dazu ein, tief in die Welt der Bücher einzutauchen. In Weimars nostalgischen Gassen trifft man überdies regelmäßig auf Reiseleiter, die ihre Grüppchen durch die Stadt führen, um das kulturelle Erbe erfahrbar zu gestalten. Für zahlreiche Schülerinnen und Schüler wird ein Besuch in Weimar zu einem solch besonderen Erlebnis, dass ihre Begeisterung für die deutsche Sprache und Literatur nachhaltig geweckt wird. Die vier städtischen Jugendherbergen sind daher immer gut gebucht und eine beliebte Ausflugsdestination für Schulklassen aus ganz Deutschland.

Schatzkammer Anna Amalia Bibliothek

Ein Höhepunkt für Literaturfreunde ist die Herzogin Anna Amalia Bibliothek. Dieses beeindruckende Gebäude beherbergt nicht nur eine außergewöhnliche Sammlung von Büchern, die durch ihre Vielfalt und Größe besticht, sondern auch unzählige literarische Schätze, die durch ihre Einzigartigkeit und historische Bedeutung hervorstechen. Alle Werke warten nur darauf, entdeckt zu werden.

Während meines letzten Besuchs habe in einer jener Sammlungen nach Inspiration für meine Lieder gesucht und bin auf eine wahre Goldgrube an Gedichten gestoßen, welche mich tief berührt haben. Diese literarische Klaviatur erweist sich als Geschenk für alle Kreativen und Sprachliebhaber.

Sollten Sie sich wünschen, Weimar zu erleben und in die Welt der Literatur einzutauchen, zögern Sie nicht, mich zu kontaktieren. Ich stehe Ihnen gerne für Tipps und Empfehlungen zur Verfügung!

Auf der Webseite der Stadt Weimar können Führungen gebucht werden:

Stadtführungen in Weimar zu Schauplätzen der Literatur


Die Schätze für literarische Weltenbummler jeglicher Couleur werden von der Stiftung Klassik verwaltet. Dort können auch vorab Tickets gekauft werden.

Stiftung Klassik Weimar
Burgplatz 4
D-99423 Weimar

+49 3643 545400
info@klassik-stiftung.de
klassik-stiftung.de

Eine grosse Baustelle in Weimar macht das Stadtschloss aus. 2036 soll es vollständig restauriert sein und bestimmt auch zu einem Besuchermagnet werden.

Die Adresse der Jugendherberge in Thüringen, beispielsweise jene DJH am Thüringer Waldrand via diesem Link führt zu einem behaglichen Fachwerkhaus.
Hierzu können via nachfolgender Adresse der Zentrale Buchungsanfragen gestellt werden:

Thüringer Jugendherbergsverband e.V.
Straße der Nationen 3
D- 99091 Erfurt

+49 361 562100
info@thueringer-jugendherbergen.de
Jugendherberge Thüringen


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Tourist gleich Abenteurer?

Buch Tourist Abenteuer in der Welt

Julian Blanc-Gras nimmt den Leser auf seine spannenden Reisen durch die Welt mit. Er schreibt humorvoll, das muss er auch. Denn, wie er unterwegs ist, so reisen die Touristen normalerweise nicht.

Begegnung mit Menschen, die in Armut leben, eine Infrastruktur, die viel Mut brauchen. Er arbeitet als Reisejournalist. Die klassischen Tourismusangebote in Tunesien oder auf Tahiti sind ihm suspekt. Doch auch darüber schreibt er humorvoll. 

Seine Begleitung von wissenschaftlichen Reisen sind spannend. Er zeigt Verstrickungen und Scheinheiligkeit auf. Ein “normaler” Tourist wird kaum die Abenteuer bestehen wollen. 

Das Buch “Tourist” zeigt viele schöne Ziele auf. Es wäre schön, gäbe es einzelne Artikel, die ich auf meinen Länderseiten veröffentlichen könnte.

Tourist, Julian Blanc-Gras, deutsche Ausgabe, veröffentlicht im Mare Verlag, Hamburg