Literatur zwischen Kulturen mit Humor

An den Literaturtagen in Solothurn trafen zwei profilierte Stimmen der Literaturvermittlung aufeinander: Alida Bremer, die sich seit vielen Jahren für die Literatur Südosteuropas – besonders Kroatiens – stark macht, und Hartmut Fähndrich, der als Übersetzer arabischer Werke eine unverzichtbare Brücke in die Kulturen Nordafrikas und des Nahen Ostens schlägt.

In ihrer unterhaltsamen Diskussion wurde deutlich: Literatur ist mehr als Sprache – sie ist ein Fenster in die Seele eines Volkes. Wie sieht sich ein Land selbst? Welche Themen bewegen es? Politik, Identität und Sexualität wurden ebenso angesprochen wie die oft unterschätzte Kraft des Humors in der Literatur.

Beide betonten die Bedeutung des Mittelmeerraums als gemeinsamen kulturellen Raum. Trotz aller Gegensätze gibt es verbindende Erzählungen, die über die Jahrhunderte hinweg ähnliche Fragen stellen: nach Herkunft, Heimat, Macht und Menschlichkeit.

Es war eine lebendige und kluge Veranstaltung mit viel Tiefgang, pointiertem Witz und einer souveränen Moderation – ein Highlight der Solothurner Literaturtage, das zeigte, wie Literatur Brücken schlagen kann.

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